
Im Jahr 1960 rief das Komitee die Reuschenberger Bürger dazu auf, an der Gründung eines neuen Korps mitzuarbeiten. Nach einem Treffen der Herren Johannes Franz, Heinz Gondorf, Kurt Königshofen. Peter Kallen und Winand Ripphahn mit dem Präsidenten des Bürgerschützenvereins Dr. Karl Orth, der den genannten Herren einige Richtlinien zur Gründung der Schützenlust mit auf den Weg gab, wurde im Mai 1961 eine erste Versammlung ? zur Gründung der Schützenlust? in der Gaststätte Hamacher einberufen.
An diesem Tag, dem 19.5.1961, meldete sich der erste Schützenlustzug unter dem Namen Wilddiebe im nun neu gegründeten Korps an.
Dieser Zug marschierte erstmals 1961 im Reuschenberger Schützen Regiment als Schützenlust ? Korps durch die Straßen unserer Siedlung.
Auf der Versammlung am 21.10.1961 konnte die Schützenlust den ersten ?Neuzugang? vermelden. Es war die der Zug ? Dat send se ?.
Unter Vorsitz des Schatzmeisters des Bürger Schützen Vereins, Heinz Kraus, wurde auf dieser Versammlung der erste Vorstand der Schützenlust gewählt.
Vorsitzender wurde Johannes Franz, sein Stellvertreter Heinz Gondorf, Schatzmeister wurde J. Martin Sentis und Winand Ripphahn Geschäfts- und Protokollführer.
Es war innerhalb kurzer Zeit gelungen, das Korps Schützenlust Wirklichkeit werden zu lassen.
Zum ersten Major der Schützenlust wurde Johannes Franz auf der Versammlung am 23.2.1962 gewählt. Sein Adjutant wurde Heinz Gondorf., Hauptmann wurde Theo Bongartz.
Das erste Korpsfest der Schützenlust fand am 12.1.1963 im Haus Reuschenberg statt. Durch den Auftritt bekannter Künstler machte die Schützenlust mit dieser Veranstaltung auch außerhalb der Schützenfesttage erstmalig auf sich aufmerksam.
Durch die Gründung einer Fahnenkompanie erfuhr die Schützenlust im Jahr 1963 eine weitere Bereicherung. Die von der Familie Franz gestiftete Standarte sowie die erste Schwenkfahne wurden am 10.11.1963 in der Pfarrkirche St. Elisabeth geweiht.
Weiteren Zulauf erhielt die Schützenlust im Jahre 1964 durch die Aufnahme des Zuges ? Männerchor Reuschenberg ?
Auf der Jahreshauptversammlung am 29.10.1965 wurde beschlossen erstmals einen Korpskönig auszuschießen. Beim Schießen auf Ringscheiben wurde Lorenz Müller erster Korpskönig der Schützenlust. Die Krönung fand am 4.6.1966 statt. Das von Major Franz gestiftete Königssilber fand erstmals einen würdigen Träger.
Der kontinuierliche Aufschwung der Schützenlust setzte sich 1966, mit der Neuaufnahme des Zuges ? Tus Schützen ?, fort.
Wechsel im Vorstand sind aus den Jahren 1967 und 1968 zu berichten. So wurde 1967 Theo Bongartz neuer Vorsitzender, sein Stellvertreter wurde Heinz Gondorf. Der langjährige Hauptmann Winand Ripphahn löste 1968 den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Major Franz in dieser Funktion ab. In Würdigung seiner Verdienste ernannte die Schützenlust Johannes Franz zum Ehrenmajor.
In den folgenden Jahren erfreute sich die Schützenlust an weiteren Neuaufnahmen. So waren dies im Jahr 1975 die ? Frohe Jongens? sowie 1977 der Zug ? Immer Durstig ?.
Nach dem krankheitsbedingten Rücktritt von Major W. Ripphahn wurde Willy Oberbanscheidt 1978 neuer Major der Schützenlust. Zu seinem Adjutanten ernannte er Franz Lorenz.
Im Schützenjahr 1979/1980 wurde Willy Oberbanscheidt erster Schützenkönig des Reuschenger-BSV´s aus den Reihen der Schützenlust. Hauptmann Otto Schwarz übernahm in dieser Zeit vorübergehend die Leitung des Korps.
Nach seinem Jahr als Reuschenberger Schützenkönig übernahm Onkel Willy wieder die Funktion des Majors, welche er auch bis zu seinem Tod im August 1982 innehielt.
Seine Nachfolge als Korpsführer übernahm der bereits 1980 zum Vorsitzenden gewählte Franz Lorenz, der Helmut Haas zu seinem Adjutanten berief.
1983 wurde durch die Neuaufnahme des Zuges ? Jagdfalke ? das Korps weiter verstärkt .
Ob es die Ernennung von Winand Ripphahn zum Ehrenmajor, das 25. jährige Bestehen der Schützenlust im Jahre 1986 oder die alljährliche Korpskrönung, welche seit 1984 im Haus Deuss stattfindet, war, Anlaß zum feiern gab es auch außerhalb der Schützenfesttage genug.
Auch auf Grund dieser Tatsache war weiterer Zulauf gesichert. So stießen die Züge ? Heimatfreunde ? 1989, ? Immer am Ball ? 1991 und 1994 die ? Bunker-Kinder ? zu den Kameraden in der Schützenlust. Letztgenannter Zug löste sich jedoch nach nur zwei Jahren wieder auf.
Ein wahrlich seltenes Jubiläum feierte Winand Ripphahn im Jahr 1995. Er konnte auf ein 65 jähriges Schützenjubiläum zurückschauen.
Zum Schützenfest präsentiert sich die Schützenlust immer als sauberes und adrettes Korps in ihren traditionellen Uniformen. Seit ihrem Bestehen stellte die Schützenlust bereits fünf mal den Reuschenberger Schützenkönig. Der Bau von Großfackeln, die im Fackelzug am Schützenfest Samstag zu bewundern sind, ist ein gerngesehener Beitrag der Schützlust zum Gelingen des Schützenfestes.
